Am Samstag, 9. Mai, lud der Bettringer Bürgerverein zum zweiten Wandertag ein. Mit der Themenwanderung zur Bettringer Geschichte, der Wanderung zum Bargauer Horn und dem spielerischen Unterwegssein in der Natur konnte man viele Interessierte ansprechen.
„Eintauchen in die Bettringer Geschichte“ hieß es für 25 Teilnehmende bei der Themenwanderung.
Nach der anfänglichen Aufteilung bei der Cyriakuskirche wanderte die Gruppe geschlossen in Begleitung von Susanne Wiker und Ingeborg Komenda durch das Strümpfelbachtal zum gegenüberliegenden Ottilienfriedhof und weiter zu der am südöstlichen Rand der Gemarkung stehenden Felixkapelle. Zurück
ging es vorbei am NSG Lindenfeld und der Ottilienkirche wieder hinab ins Tal des Strümpfelbachs zum Alten Schulhaus bzw. zur Uhlandschule. Die Wanderung entlang der Informationstafeln des Historischen
Pfads verdeutlicht einmal mehr die Topografie und die naturräumliche Aufteilung Bettringens. Sie führt sowohl durch besiedeltes Gebiet als auch über Feld und Flur. Die Rundwanderung vermittelt nicht nur historisches Wissen, sondern zeigt auch die Lage des Orts im Albvorland mit einzigartigen Blicken auf den Nordrand der östlichen Schwäbischen Alb.
Unter der Begleitung von Hans-Joachim Abele und Johannes Geyer war das Bargauer Horn für 16 Wandersleute das Ziel an diesem Samstag. Von der Uhlandschule ging es zum Gelände der Stiftung Haus Lindenhof. Vorbei am Café I-Dipfele und der neu erbauten Franziskuskapelle wanderte man weiter nach Weiler i.d.B. Nach dem steilen Anstieg über die Hohe Reute oberhalb der Kirche St. Michael bot sich ein schöner Rückblick auf Bettringen. Kurz danach sah man sich dem steilen Aufschwung zum Bargauer Horn gegenüber. Filigrane Pflanzen in der Heidefläche des Naturschutzgebiets waren oftmals Fotomotive und boten sich für kleine Verschnaufpausen an. Auf 700 m Höhe angekommen waren sich dann alle einig, einen der schönsten Aussichtspunkte unserer Schwäbisch Gmünder Ostalb erklommen zu haben. Nach kurzer Rast ging es vorbei am Beurener Kreuz zur Hochsträß hinab. Die Blühwiesen hier, wie auch später im Wiesental, waren einmal mehr Bühnenbild für das Konzert unzähliger, im Untergrund verborgener Grillen.
Spannend ging es für die Kleinsten auf Naturschatzsuche in Wald und an den Bach. Unter der Anleitung von Yvonne Kottmann konnten die Kinder die Natur mit allen Sinnen entdecken, und es war ein erlebnisreicher Vormittag für die ganze Familie. Sei es beim Sammeln von bunten Blumen und Blättern und dem sich anschließenden kreativen Basteln von Schmetterlingen, oder beim Zusammenlegen von Puzzleteilen und dabei spielerischem Kennenlernen der Schmetterlingsnamen. Interessant war natürlich die Erforschung des Bachlebens und der Natur am Wegesrand. Neben Köcherfliegen-Larven im Bach war sicherlich die Entdeckung einer Blindschleiche das Spannendste. Voller Eindrücke, aber auch geschafft, kam man von der Entdeckungsreise wieder zurück, und so manch einer nahm sich eine kleine Auszeit im Kinderwagen.
Den Abschluss des Wandertags bildete ein gemütlicher Hock auf dem Pausenhof der Uhlandschule. Das Team um Carola Pflug und Monika Schneider hatte einen Verpflegungsstand mit Würstchen, garnierten
Käsebroten und verschiedenen Getränken aufgebaut. Jedem schmeckte es, und sehr angeregt war die Unterhaltung und der gegenseitige Austausch. Mit dem Singen von Wanderliedern unter der musikalischen Begleitung von Horst Holl an der Ziehorgel endete harmonisch der zweite Bettringer Wandertag.


